Wespen und Hornissen: Ab Frühjahr bis Herbst ist Hochsaison. Ein einzelnes Wespennest kann 3.000–10.000 Tiere beherbergen. Der Schädlingsbekämpfer ermittelt zunächst, ob es sich um eine europäische Wespe, eine deutsche Wespe oder eine seltene Hornisse handelt. Hornissen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden — sie werden fachgerecht umgesiedelt. Wespen werden mit Ködern, Falle oder gezieltem Einsatz von Kontaktinsektiziden bekämpft, je nach Nestlage.
Ratten und Mäuse: Besonders in den Herbst- und Wintermonaten suchen Nager Unterschlupf in Häusern. Ein einzelnes Wurf-Weibchen kann 5–10 Junge pro Saison bekommen — exponentielles Wachstum ist vorprogrammiert. Der Schädlingsbekämpfer installiert Köderstationen an kritischen Punkten (Keller, Spitzboden, Garagen) und überwacht die Befallskontrolle wöchentlich oder monatlich. Moderne Fallen und zugelassene Rodentizide gewährleisten schnelle und sichere Kontrolle.
Schaben und Bettwanzen: Deutsche Schaben (Küchenschaben) sind Hygiene-Schädlinge und können Krankheitserreger übertragen. Bettwanzen sind in allen Bevölkerungsschichten anzutreffen — Hotelaufenthalte, Besuch oder gebrauchte Möbel sind häufige Einschleppungsquellen. Beide erfordern kombinierte Bekämpfung: Mechanische Reinigung, Wärmebehandlung (bis 60 °C über mehrere Stunden) oder Begasung in schweren Fällen, ergänzt um Kontaktinsektizide und IPM-Maßnahmen (integriertes Schädlingsmanagement).
Holzschädlinge (Holzwürmer, Prachtkäfer, Hausschwamm): In älteren Gebäuden des Landkreises Augsburg häufig anzutreffen. Holzwürmer verursachen sichtbare Ausfluglöcher und schwächen die Statik. Der Fachbetrieb führt eine Holzfeuchtemessung durch und wendet oberflächenauftragende Holzschutzmittel, Injektionsbehandlung oder in extremen Fällen Begasung an.