Wespen und Hornissen: Im Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) bauen Wespen Nester unter Dachüberständen, an Fassaden oder in Laube-Konstruktionen. Sie sind zwar nützlich, können aber zur Gefahr werden, wenn sie direkt am Wohnbereich nisten. Hornissen stehen unter Naturschutz — sie dürfen nur in Ausnahmefällen umsiedelt, nicht getötet werden. Die vermittelten Fachbetriebe kennen die rechtlichen Grenzen und arbeiten mit Naturschutz-Behörden zusammen.
Ratten und Mäuse: Besonders in den älteren Ortskernen und in Gebäuden mit schlechter Abdichtung entstehen Nagetier-Befälle. Ratten können Stromleitungen beschädigen, Krankheiten übertragen und Lebensmittelvorräte kontaminieren. Mäuse hinterlassen Kot und Urin, was Asthma und Allergien auslösen kann. Professionelle Schädlingsbekämpfer setzen Köderstationen ein, die kindersicher installiert sind.
Schaben und Bettwanzen: In Mietshäusern und älteren Wohnungen entstehen gelegentlich Befälle mit Schaben oder Bettwanzen. Schaben verstecken sich in Spalten und Ritzen, Bettwanzen befallen Betten und Möbel. Beide sind hartnäckig und erfordern meist mehrfache Behandlungen. Hier setzt der Fachbetrieb auf Kombination aus chemischen und physikalischen Maßnahmen.
Holzschädlinge: Alte Balkendecken und Dachkonstruktionen können von Holzwürmern, Pockholzkäfern oder Holzbienen befallen sein. Sichtbare Fraßlöcher, Holzmehl-Auswurf oder hörbare Bohr-Geräusche sind Zeichen. Eine fachmännische Diagnose unterscheidet Altbefall von aktivem Befall — nicht jedes alte Loch muss sofort behandelt werden.